Journalitiker

Parteiloser Direktkandidat für die Erststimme bei der Wahl zum deutschen Bundestag am 22. September 2013 im Wahlkreis 281 (Freiburg), Platz 22

Der enttäuschende Erfolg von 1,1%

| 1 Kommentar

3d human character that push a big percent symbol

1,1 Prozent der Wahlberechtigten im Wahlkreis können sich also das Modell des Einzelkandidaten im Bundestag vorstellen. Ein Achtungserfolg? Eher nicht.

Als Erfolg bezeichne ich alleine die Tatsache, dass es ein Ergebnis gibt. Ein Ergebnis, über das man jetzt reden kann, ohne darüber spekulieren zu müssen.

Was bleibt?

Meine Standpunkte. Und das angestoßene Energie-Projekt beim Bauverein Breisgau etwa. Hier gibt es noch eine Menge zu tun, das ist kein Selbstläufer. Und es wird auf kommunaler Ebene immer bundespolitisch relevante Themen geben. Die gilt es, im Rahmen meiner Möglichkeiten zu begleiten.

Dazu gehört auch die Entwicklung der neuen Stadtteile, insbesondere die des alten Güterbahnhofs. Vielleicht gelingen bauliche Umsetzungen, die Nachahmer finden. Sowohl in ihrer sozialen Struktur als auch in ihrer energetischen. „Wirtschaftliche Nachhaltigkeit“ nenne ich das, es ist kein Widerspruch.

Ob ich in vier Jahren wieder antreten werde, wurde ich inzwischen schon mehrfach gefragt. So wie es aussieht, macht es „unter Umständen“ Sinn. Diese Umstände leiten sich natürlich von der politischen Situation ab.

Vier Jahre sind eine lange Zeit, aber ich wage dennoch einige Prognosen.

Die AfD wird genauso schnell wieder verschwinden wie sie aufgetaucht ist. Ihr Wahlergebnis ist dem populistischen Potential geschuldet, das diese monothematische Rechtsaußenpartei im erzkonservativen Lager gehoben hat.
Sie wird an ihrer asoszialen Grundausrichtung scheitern.

Die SPD wird den gleichen Fehler erneut machen und aus Gründen des Machtanspruchs eine große Koalition eingehen, statt ihre Themen und somit ihr Profil aus der Opposition heraus zu stärken.

Doch zuvor werden die Sozialdemokraten zusammen mit den Grünen erkennen, dass es für ihre Forderungen aus dem Wahlkampf – wie etwa Energiewende und Mindestlohn – eine parlamentarische Mehrheit gibt. Diese Forderungen (im Wahlkampf waren es Versprechen!) könnten zusammen mit den Linken durchgesetzt werden. Aber rot-grün wird den verdutzten Wählern erklären müssen, warum sie ihre eigenen Forderungen nicht umsetzen wollen.

Ach ja, und Deutschland wird auch ohne FDP nicht orientierungslos werden.

Ich selbst werde dieses Internetportal bis zur nächsten Bundestagswahl nicht mehr weiter betreiben. Politische und gesellschaftliche Themen werde ich aber auf meiner Homepage www.derpodcast.de veröffentlichen.

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Ein Kommentar

  1. Hallo Mad,

    du hast geschrieben: „Die AfD wird genauso schnell wieder verschwinden wie sie aufgetaucht ist. Ihr Wahlergebnis ist dem populistischen Potential geschuldet, das diese monothematische Rechtsaußenpartei im erzkonservativen Lager gehoben hat.
    Sie wird an ihrer asozialen Grundausrichtung scheitern.“

    Dazu ein paar Gedanken. Ich halte deine Aussage für infantil und fast schon etwas dumm.

    Warum?

    Nun, waren und sind es nicht vielmehr die bisher herrschenden Parteien, die für die „asozialen“ gesellschaftlichen Entwicklungen wie Niedriglohn, Tagelöhnerschaft, stetig steigende Altersarmut, Niedrigrenten bei steigender Lebensarbeitszeit, Zerfall der Infrastruktur (siehe Ruhrgebiet, Bahnhof Mainz usw) Kriegsbeteiligung, Waffengeschäfte mit Unterdrückerstaaten usw verantwortlich sind?

    Wenn eine Partei, die im Februar dieses Jahres erst gegründet wurde im September bei der Bundestagswahl fast die hohe 5%-Hürde nimmt und von mehr als 2 Millionen Bürgern ihre Stimmer erhält, dann zeigt das doch, dass was faul ist im Staate.

    Alle „Rechtsaußen“ deiner Meinung nach? Mein Gott, es ist doch eher der Umgang mit dieser neuen Partei, der einem Zweifel aufkommen lässt, ob nicht diejenigen die „rechstaußen“ schreien, selber ein Problem mit der Idee einer pluralistischen Demokratie haben.

    Die Partei wurde von der herrschenden Clique Medien/Bundestagsparteien mit Schmutz beworfen und versucht, sie in die „rechte Ecke“ zu stellen. Dabei fordert sie als einzige Partei zurecht, das deutsche Volksvermögen (ist dieser Begriff bereits tabuisiert?) nicht nur in Anleihen der südeuropäischen Pleitestaaten anzulegen. Dieser Forderung schließen sich die renommiertesten deutschen Ökonomen an. Haben die deiner Meinung nach alle keine Ahnung?

    Ist es nicht eher asozial, wenn „die Oma“ als Resultat der europäischen Finanzpolitik plötzlich keine Zinsen mehr auf ihr Sparbuch bekommt?
    Das wird alles von unseren Eliten völlig übersehen und in keiner Weise thematisiert.

    Daneben geht es der AfD um eine gesteuerte Einwanderung wie in Canada. Unser Land ist bald nicht mehr kräftig genug, die stattfindende Einwanderung in die Sozialsysteme zu bezahlen. Und sollte nicht darauf geachtet werden, dass keine Verfassungsfeinde alimentiert werden, die unsere Werteordnung ablehnen? Letztlich muss jeder Euro, der hier fließt, vom Steuerzahler !! erst verdient werden.

    Rerntner, die Abfalleimer nach Flaschen durchwühlen, zerbröckelnder Asphalt, Schulen, deren kaputte Fenster mit Klebstreifen „repariert“ werden. Diese Themen brennen dem Bürger unter den Nägeln. Das hat nicht mit „rechtsradikal“ sondern mit – ein wichtiger Begriff – Demokratie, der Herrschaft des Volkes zu tun. Um seine Interessen geht es. Punkt.

    Wie lange sollen wir nach arbeiten, um dies alles zu alimentieren? Bis 70, worauf uns die „Politiker-Elite“ mit Hilfe ihrer Medien schon schrittweise vorbereiten will?

    Wenn die Bürger im Nachbarland Frankreich bspw. immer noch bei einer landesweit geltenden 35-Stundenwoche offiziell mit 62 in Rente gehen. Und mit einer prozentual deutlich höhren Rente.

    Hier ein interessanter Link dazuu:
    http://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastbeitrag-euro-rettung-bindet-deutschland-an-einen-leichnam/7431622.html

    Wieso nennst du die Partei monthematisch? Das ist doch genauso falsch und infantil nachgeplappert, wie die infame Mär, die AfD wolle „Hartzern“ das Wahlrecht verbieten. Hier zeigen sich Methoden der Verleumdung einer unliebsamen Meinung, wie man sie vor Jahrzehnten bereits anwandte.

    Darüber hinaus fordert die AfD die direkte Beteiligung des Bürgers an der Macht, sprich: Volksabstimmungen wie bspw in der Schweiz.

    Das sind viele wichtige Themen.

    Lieber Mad, es sollte uns allen klar sein, dass die AfD den Sprung ins Parlament sicher geschafft hätte, hätte sie nur einen Bruchteil der medialen Aufmerksamkeit und Präsentationsmöglichkeiten bekommen, die die Westerwelles, Röslers und Brüderles erhielten.

    Bei der nächsten Europawahl wird die AfD m.E. stärker sein als 4,7%.

    Eine persönliche Bemerkung: Du willst kein Politiker sein, weist aber von deiner Heransgehensweise vieles davon auf. Könnte wetten, dass es dir gelingt, vollmundig über den Inhalt eines Buches zu diskutieren, das du vorher noch nicht einmal gelesen hast:-)

    Als alter Pälzer erinnert mich hier vieles an einen ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden des 1.FCK.

    Hier noch einmal zur Besinnung:
    http://www.youtube.com/watch?v=ktKefqJFxPg

    Drück dir dennoch die Daumen!

    Viele Grüße
    Pjotr

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