Journalitiker

Parteiloser Direktkandidat für die Erststimme bei der Wahl zum deutschen Bundestag am 22. September 2013 im Wahlkreis 281 (Freiburg), Platz 22

Vom nicht wählen gehen und Nichtwählengehen

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wahlversprechen

Bild: wirtschaftsforum.de

„Warum sollte ich wählen gehen?“ Auf eine solche Frage reicht eine einfache Antwort: „Weil Du es kannst!“

Es gibt überhaupt keinen Grund, nicht wählen zu gehen. Doch, einen vielleicht: Bequemlichkeit. Das ist aber mehr Ursache denn Grund.

Auch das immer wieder gerne gegebene Nichtargument, mit seiner Stimme nichts verändern zu können, ist grundfalsch.

Jede Stimme zählt also. Naja, das ist nur die halbe Wahrheit. Denn richtig ist vielmehr: jede abgegebene Stimme zählt. Und nur die.

Ich versichere Ihnen, sie werden die richtige Wahl treffen.
Auf jeden Fall! Die Sache ist nämlich die:

– Sie wissen, welche Partei und welchen Direktkandidaten Sie wählen wollen? Dann ist der Fall klar. Ihre Erst- und Zweitstimme zählen.

– Sie wollen eine Partei, aber keinen Direktkandidaten wählen? Gut. Machen Sie Ihr Kreuz bei den Parteien und streichen Sie die Direktkandidaten durch. Ihre Zweitstimme zählt.

– Sie wollen keine Partei wählen, aber einen Direktkandidaten?
Auch gut. Kreuzen Sie den Direktkandidaten an und streichen Sie die Parteien durch. Ihre Erststimme zählt.

– Sie wollen weder eine Partei noch einen Direktkandidaten wählen, weil Sie der Meinung sind, auch der Kissel sollte lieber in ein Sanatorium als in den Deutschen Bundestag? Auch in Ordnung. Dann streichen Sie den kompletten Wahlzettel durch. Ihre Nichtstimme zählt.

Denn Sie haben ein klares Votum abgegeben. Sie zeigen, dass Sie mit all dem Angebotenen nicht einverstanden sind.
Und das können Sie nur bekunden, indem Sie zur Wahl gehen und Ihre Stimme abgeben.

Wozu das gut ist? Damit wir alle sehen, welche  W a h l  Sie getroffen haben und nicht, was man aus der Wahlenthaltung vielleicht herauslesen könnte, wenn man meinte, unter Zuhilfenahme aller Interpretationsparameter und Berücksichtigung des Kaffeesatzes …..

Sie sehen, es macht keinen Sinn, nicht wählen zu gehen.
Zeigen Sie Flagge!

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2 Kommentare

  1. Hallo Martin,

    mich erstaunt es, dass auch du als Bundestagskandidat Werbung für das ungültig-Wählen machst. Ungültige Wahlzettel gehen genauso wie nicht abgegebene Stimmen in das Wahlergebnis ein: nämlich gar nicht.

    Weder die Verteilungen im Bundestags, noch die Parteienfinanzierung sind hiervon beeinflusst. Wenn man aus Protest Nichtwählen geht, dann sollte man eher für eine der kleinen Parteien kreuzen, die die 5% Hürde nicht überschreiten werden.

    Quelle:

    http://www.focus.de/politik/deutschland/wahlen-2009/bundestagswahl/tid-15526/bundestagswahl-irrtum-6-ungueltige-stimmzettel-beeinflussen-die-wahl_aid_435941.html

    • Moin, David,

      das stimmt: Weder die ungültigen noch die nicht abgegebenen Stimmen beinflussen das Wahlergebnis und somit auch nicht die Sitzverteilung. Das liegt in der Natur der Sache.
      Aber mit einem Unterschied. Aus den ungültig abgegebenen Stimmen geht ein klares Votum hervor: der/diejenige Wähler/in ist nicht zu bequem zum Wählen, nein, er/sie erklärt, dass er/sie keinem der angetretenen Kandidaten und keiner der angetretenen Parteien das Vertrauen aussprechen will.

      Zudem mache ich keine Werbung dafür, ungültig zu wählen, sondern ich weise auf die Möglichkeit des eindeutigen Votums einer abgegebenen ungültigen Stimme hin.
      Die Möglichkeit, auch eine Partei zu wählen, deren Inhalte man nicht zustimmt, ist natürlich ebenfalls gegeben. Ob das inhaltlich die bessere Wahl ist, bezweifle ich. Faktisch ist es aber so wie Du sagts: Ungültige und nicht abgegebene Stimmen gereichen etwa den Parteien mit überdurchschnittlich hohem Spendenaufkommen (wegen des Spendenbonus) zum Vorteil.
      Ich persönlich gebe beide Stimmen ab. Das habe ich bisher auch immer so gehalten und empfehle es an dieser Stelle gerne noch einmal.

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