Journalitiker

Parteiloser Direktkandidat für die Erststimme bei der Wahl zum deutschen Bundestag am 22. September 2013 im Wahlkreis 281 (Freiburg), Platz 22

Wasser marsch!

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campact - Trinken verboten~1

Bild: campact

Der Binnenmarktausschuss des Europäischen Parlaments hat am 24. Januar der neuen Dienstleistungskonzessionsrichtlinie zugestimmt. Damit hat er den Weg für die Öffnung des Wasserversorgungsmarkts für private Konzerne bereitet und Wasser zu einem Handelsgut gemacht. Das Politmagazin „Monitor“ vom WDR hat bereits vergangenen Dezember das Thema im Vorfeld aufgegriffen und deutlich gemacht, wie offen und dreist die Lobby das Parlament am Nasenring durch die Manege führt.

Damit wir uns richtig verstehen, die EU plant, dass die Versorgung mit Trinkwasser den Kommunen letztendlich sogar entzogen werden kann. Auf diese Idee muss man erst einmal kommen. Und wie man sieht, sind bereits Unternehmen darauf gekommen. Jetzt braucht man nur noch EU-Parlamentarier (zu kaufen?), die dem EU-Parlament erklären, dass dies gut für ganz Europa sei.

Das gibt natürlich einen riesen Aufschrei in den nationalen Parlamenten, zum Beispiel im deutschen Bundestag. Sollte man meinen. Tja, sollte man meinen.

Weit gefehlt. Die FDP, die Partei des freien Marktes, hat ihren besten Mann ins Rennen geschickt, um der Wasserprivatisierung ordentlich Druck auf die Leitung zu verpassen. Philipp Rösler, der Doktor der Medizin mit der abgebrochenen augenärztlichen Facharztausbildung sieht genau, worauf die Wasserkonzerne schielen und kommt zum Schluss, dass der freie Markt alles richtet – am Ende auch die Verbraucher.

Die Kanzlerin hat sich auf der Hauptversammlung des Deutschen Städtetags gegen die EU-Pläne ausgesprochen, aber nicht gegen Rösler. (Den braucht sie noch. Vorläufig.) „Wir sind in ganz enger Abstimmung mit der irischen Präsidentschaft, dass da nichts passiert, was Sie auf die Barrikaden bringt“, verspricht sie. „Über das Wasser wollen wir uns mit dem Deutschen Städtetag nicht anlegen. Das ist so ein Elementargut.“

Wir werden uns an Ihre Worte erinnern und falls nötig, auch die Kanzlerin, die „intensiv für das Wasser kämpfen“ will, selbst.

Wie wichtig das Engagement außerhalb der Parteien ist, zeigt unter anderem diese geplante Privatisierung der Wasserversorgung auf EU-Ebene. Auch campact ruft zum Widerstand auf. Mit einer interessanten Aktion für Bayern.

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Ein Kommentar

  1. Wenn das Wasser privatisiert wird, ist das der Anfang vom Ende.
    WIe kann man nur ein allgemeines, absolut lebensnotwendiges Gut wie Wasser privatisieren?!
    Einfach unfassbar.

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